1 - H.Berthold 4 - V.Reinhart
   2 - J.Babureck 5 - I.Wagner
   3 - P.Volker 6 - F.Wichman
 

Ende der 50er Jahre beginnt der berühmte Forscher Peter Volker an der Universität Berlin gerade mit seiner Doktorarbeit über die griechische Epigrafik, als ihm der Gedanke kommt,  ein auf Archäologie und Paleografie spezialisiertes Institut zu gründen. Der Forscher ist sich durchaus bewusst, dass es eine Fülle von Dokumenten zu bewältigen gibt, und beginnt daher mit der Zusammenstellung eines kompletten Korpus griechischer Inschriften, der bis heute in Forscherkreisen als Referenz gilt.

Die Idee der Gründung eines Instituts, in dem neben einer Dokumentensammlung auch ein Laboratorium zur Verfügung stehen soll, nimmt im September 1965 unter dem Namen "Institut für alte Sprachen und Kulturen" offizielle Formen an. Die Forschungsziele sollen in eine gemeinsame Richtung gelenkt werden, um eine enge Zusammenarbeit zwischen den Archäologen und Paläografen zu ermöglichen, und so wird ein Analyselabor mit einer umfangreichen Ausrüstung zur Bearbeitung von Manuskripten eingerichtet.

In Angedenken an Professor Volker, der seit seiner Reise durch Griechenland im Jahr 1975 verschollen ist, wird die neu gegründete Forschungseinrichtung im Jahr darauf, also 1976, in das Institut Volker umbenannt. Es folgt eine Umstrukturierung in verschiedene Forschungsbereiche. Zusätzlich zum Laboratorium für Epigrafie, Handschriftenkunde und Papyrologie entsteht ein Zentrum für vergleichende Studien alter Kulturen. Heute zählt die Forschungseinrichtung drei von Spezialisten geleitete Fachbereiche, in denen auch Anwärter auf die Doktorwürde studieren können.